König David

Ein Kindermusical von Thomas Riegler

Riegler beschränkte sich auf die wesentlichen Teile des biblischen Berichts, denn er verarbeitete nur die wesentlichsten Episoden aus dem Leben Davids.

Die Geschichte von König David habe ihn schon als Kind fasziniert, denn David ist ein Mensch, der Schwäche zeigt, aber durch sein unerschütterliches Gottvertrauen am Ende doch siegreich bleibt, so Riegler. Als jüngster Sohn Isais hatte er die schlechtesten Voraussetzungen, von Samuel zum König gesalbt zu werden, und doch erwählte Gott gerade ihn. Im Zweikampf gegen den übermächtigen Goliat schien der kleine Hirtenjunge keine Chance zu haben, doch Gott verhalf ihm zum Sieg. Selbst als David bei Batseba schwach wurde, und ihm wegen Ehebruch und Mord an deren Gatten das Todesurteil drohte, vertraute David weiter auf die Gnade des Herrn. Daher wurde er von ihm nicht verurteilt. So zieht sich wie ein roter Faden durch das Leben Davids eine Erkenntnis, die Paulus später so ausdrückte: Gottes Kraft ist in den Schwachen mächtig (2. Korinther, 12,9).

Weil Kinder auch klein und schwach sind, so Riegler im Vorwort der Musical-Broschüre, vermittele Davids Geschichte Kindern (und natürlich auch Erwachsenen), dass jeder Einzelne Gott wichtig sei, auch wenn er klein und schwach ist: „Er hilft mir, wenn ich ihm vertraue.“

Passend ertönte im Musical dazu Psalm 23 mit der Botschaft, dass der Herr ein guter Hirte sei, der es seinen Schäfchen an nichts mangeln lasse. Der riesige Goliat indes verhöhnte Gott und seine Gläubigen. Als Erzähler hielt sich Gernot Merklein dezent im Hintergrund, wenngleich er den berühmten roten Faden durch die Geschichte in Spannung hielt.

Welch eine Freude, als der Kampf vorüber war, der kleine David über den großen Goliat siegte. „Wir wollen singen, vor Freude springen, Gott Ehre bringen, dem Herrn der Herrn.“ Die Kinder hüpften und freuten sich sichtlich aus ganzem Herzen und nach Leibeskräften.

Das „hipp, hipp, hurra“ passte beim Königslied nicht wirklich, erheiterte aber offenkundig die Zuschauer. Zum Schluss noch einmal das Eingangslied mit der Prophezeiung, dass Gott den Menschen vergibt, die Buße tun. Das Stück hat auch zwölf Jahre nach seiner Uraufführung und seinem alttestamentlichen Kern nichts an Aktualität verloren, wie der begeisterte Applaus nachdrücklich zeigte.

31.10.2021, Reformationstag
Beginn:10.00 Uhr, Einlass ab 09.30 Uhr
Eintritt frei
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