Der kleine hässliche Vogel

Orgelkonzert für Kinder von Rainer Hrasky

Die erste Fassung des „Kleinen hässlichen Vogels" für Sprecher und Orchester entstand 1980 und wurde in Riesa uraufgeführt. Dieses musikalische Märchen zählt zu den meistgespielten Werken des Komponisten und hat bis heute durch viele deutsche Orchester bereits mehrere hundert Aufführungen erlebt, die sich bei Kindern und Erwachsenen stets großer Beliebtheit erfreuen. 
 
Die Textgrundlage des Werkes stammt vom Schriftsteller Werner Heiduczek, mit dem der Komponist seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden ist. Insbesondere die Kinderbücher Heiduczeks werden wegen ihrer sensiblen und poetischen Sprache von jenem oft und gerne als Vorlagen für Kompositionen verwendet.
 
Die Neufassung des Werkes für Orgel und Sprecher entsprang dem Wunsch, alte und junge Zuhörer für die vielfältigen klanglichen Möglichkeiten einer Orgel zu sensibilisieren. 
Diese neue Version wurde im Juni 2008 von der Tochter des Komponisten und deren Ehemann als Projekt der HamburgerTheaterManufaktur unter der Schirmherrschaft von Bischöfin Maria Jepsen mit großem Erfolg uraufgeführt. Nennenswert war dabei insbesondere die Einbeziehung von projizierten bewegten Bildern des Künstlers Mario Mensch. Zahlreiche weitere Aufführungen folgten.
 Es war einmal ein kleiner Vogel. Er war hässlich. Er saß allein auf einem Baum. Wollte er zu den anderen Vögeln, gab es Geschrei. Selbst die Hunde liefen fort, wenn sie ihn sahen. Nur nachts, wenn die anderen Vögel schliefen, traute er sich leise zu singen. Und das klang dann wunderschön. Einzig der Mond hörte den kleinen Vogel. Begegnete er am Morgen der Sonne, erzählte er immer, was für einen schönen Vogel er doch gehört hatte. Da aber der kleine hässliche Vogel nur nachts sang, konnte ihn die Sonne nie hören. So wurde die Sonne so traurig, dass sie nicht mehr schien. Weil die Sonne traurig war, wurde der Tag ebenso traurig, die Bäume, die Häuser…kurz: Die ganze Welt war traurig geworden.
So versammelt der Habicht die Vögel, um den kleinen Vogel durch ein Vorsingen zu finden. Aber der kleine Vogel hatte nicht den Mut zu singen, und die Sonne blieb traurig. Der Adler drohte dem Habicht mit dem Tod, sollte der den kleinen Vogel bis zum Abend nicht finden. Der Habicht war ratlos und verzweifelt. Da endlich kam der kleine Vogel, um den Habicht zu trösten. So schön sang er, dass sich die Wolken zerteilten und die Sonne wieder schien. Rainer Hrasky hat das Märchen von Werner Heiduczek in einer modernen Musiksprache vertont. Moderne Klassik für kleine, aber auch große Menschen. Musik und Sprache werden ergänzt durch die Bilderwelt des Illustrators Mario Mensch. So entsteht ein musikalisches Bilderbuch, das berührt und bewegt. Mit kindgerechtem Humor und Witz wird das Instrument Orgel zu Beginn erklärt.
Mitwirkende:
Orgel
Specher
01.06.2018, Kindertag
Beginn:16.00 Uhr, Einlass ab 15.30 Uhr
Karten sind an der Abendkasse erhältlich.
Karten zu 5 €