Konzert für Orgel und Bandura

Am Erntedankfest-Sonntag, dem 24. September 2017, 16 Uhr wird es in der Pauluskirche Zwickau-Marienthal ein Konzert geben, das Zwickau so wohl noch nicht erlebt hat!

Die junge Lehrerin Olga Bondaruk aus der westukrainischen Partnerstadt Zwickaus, Wladimir-Wolynsk, wird gemeinsam mit Kantor Matthias Grummet an der Orgel und einer weiteren Sopranistin des Gymnasiums der mehr als 1000-jährigen Stadt, ein Konzert gestalten.

Entstanden ist dieses Vorhaben durch Initiativen des Vereins "Partnerschaft zur Ukraine e.V.", den die Paulusgemeinde aktiv unterstützt und der von Karl-Ernst Müller geleitet wird.

Die Bandura, „Ukrainische Lautenzither“, ist ein gezupftes Lauteninstrument (Foto von 2014  im nahen Stravinski-Museum des Grenzortes Ustilug am Bug), bei dem neben dem Griffbrett entsprechend einer Zither eine Reihe weiterer Saiten angebracht sind. Die verlaufen parallel über den Resonanzkörper und werden nicht verkürzt. Die gesamte Saitenzahl beträgt bis zu 65. Die Bandura wird mit beiden Händen gespielt und vereinigt die Spielweise beider Zupfinstrumente (Quelle Wikipedia). Das Konzert soll der Vertiefung der Partnerschaft mit der um seine Freiheit ringenden Ukraine dienen. Schon unter den Zaren, später unter Stalin, wurde das fruchtbare Land unterjocht und schlimmen Exzessen ausgeliefert. Es ist der größte Staat, dessen Grenzen vollständig in Europa liegen. Lassen Sie sich musikalisch mitnehmen in dieses Land, die Westgrenze ist 1000 km von uns entfernt. Die traditionelle Volksmusik bildet einen wichtigen Bestandteil des ukrainischen Lebens und der Seele des Volkes. Die Lieder erzählen seine Geschichte, sie beschreiben seine Eigenschaften, die Vorzüge dieser Gemeinschaft und die Landschaft, in der sie lebt. Sie berichten auch von den ethischen Vorstellungen und den Regeln des Gemeinschaftslebens. Diese Lieder stellen einen kulturellen Schatz dar, der bis zum heutigen Tage erhalten blieb. Sie können in verschiedene Genres unterteilt werden.

Dolmetscherin Viktoria Marchuk wird Ihnen die Gedanken der Musikerinnen nahe bringen. Die Bevölkerung der Ukraine darf, nach Jahrzehnten der Gleichschaltung seit 1991 ihre Religionen, hauptsächlich orthodox, wieder leben. Und das tun sie. Zeigen wir mit unserer Teilnahme, dass wir zu Ökumene und Partnerschaft bereit sind. Schon mehrfach waren ukrainische Gäste Hörer der Konzerte unter Matthias Grummet. Das Programm für den 24. September muss noch abgestimmt werden und wird rechtzeitig bekannt gegeben. Der Eintritt zum Konzert ist FREI, es wird um ein Opfer gebeten. Das soll die Unkosten der Reise der Musikerinnen decken und dem sozialen Engagement des Vereins "Partnerschaft zur Ukraine e.V.", das bis dahin noch konkretisiert wird, der wolhynischen Region dienen soll.  (erni.)

Der Text dient zuerst zur Veröffentlichung im Gemeindeblatt der Pauluskirche. ich bitte aber, es für langfristige Veröffentlichungen zu verwenden.

Mitwirkende:
Bandura
Gesang
Orgel
24.09.2017, Sonntag
Beginn:16.00 Uhr, Einlass ab 15.30 Uhr
Eintritt frei